Stiftung Perspektiven
Wege für Menschen mit Krebs

Die Stifterin

Prof. Dr. Jutta Hübner

Prof. Dr. med. Jutta Hübner ist Professorin für Integrative Onkologie am Universitätsklinikum Jena.

"Im Laufe sehr unterschiedlicher Tätigkeiten in verschiedenen Kliniken wurde mir immer wichtiger, auf die Frage der Patienten, was sie selber tun können gute und ehrliche Antworten zu geben. Eine seriöse komplementäre Medizin ist nur auf der Basis einer wissenschaftlichen evidenzbasierten Medizin möglich. Evidenzbasierte Medizin bedeutet aber nicht nur das Wissen über Studien und ihre Ergebnisse, sondern sie beinhaltet auch die Klärung der Patienten-perspektive. Die aus meiner Sicht wichtigste Aufgabe des Arztes ist die Begleitung des Patienten in der Entscheidungsfindung - über seine Präferenzen und Ziele und dann erst in der konkreten Entscheidung zu Diagnostik und Therapie. Das Wunderbare am Arztberuf ist das menschliche Miteinander - es ist aber auch die tägliche Herausforderung."

©Gebhardt, Jena                                                   Jena, April 2017

Als Ärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Internistische Onkologie und Palliativmedizinerin begleite ich seit vielen Jahren Patienten mit einer Krebserkrankung. Meinen Lebenslauf finden Sie hier.

Viele Menschen fragen mich, wie man so lange mit schwer kranken Krebspatienten arbeiten kann - die Antwort ist einfach: Man begegnet sehr vielen wunderbaren Menschen, die ihr Schicksal in die Hand nehmen und gerade im Angesicht der Bedrohung durch eine tödliche Erkrankung ihr Leben sehr bewusst leben und ihm einen tiefen Sinn geben können. Sie stellen sich die Frage, was sie selber tun können. 

Mein Ziel ist es, ihnen Perspektiven zu zeigen und gute Antworten auf diese Frage zu geben.

Deshalb forsche ich am Universitätsklinikum Jena als Stiftungsprofessorin für Integrative Onkologie mit vielen engagierten Studenten und jungen Wissenschaftlern. Wir forschen dazu, was gute Informationen und gute Antworten für Patienten sind. Wie müssen wir gemeinsam Kommunikation gestalten, damit sie gelingt und für alle Beteiligten zu einem guten Ergebnis führt. Wir forschen aber auch dazu, was gute Antworten auf die Frage, was man selber tun kann, sind. Dieses Fach nennt sich Komplementäre Onkologie und umfasst die wissenschaftlich fundierten ergänzenden Verfahren von Ernährung über Körperliche Aktivität zur Naturheilkunde. 

Unser Wissen gebe ich regelmäßig an Kollegen und Patienten weiter. Dazu gehören neben meiner Arbeit als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Prävention und Integrative Onkologie“ in der Deutschen Krebsgesellschaft und meiner Mitgliedschaft in der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft auch meine breite Vortrags- und Publikationstätigkeit. Neben meinem Buch „Komplementäre Onkologie“, das als deutschsprachiges Standardwerk auf dem Gebiet gilt, sind mir das Buch für Hausärzte "Onkologie Integrativ" und die beiden Bücher für Patienten und ihre Angehörigen "Diagnose KREBS….was mir jetzt hilft“ und "Aloe, Ginkgo, Mistel und Co." besonders wichtig

Die moderne Krebstherapie kann viel erreichen. Aber Tumorerkrankung und deren Therapie haben Nebenwirkungen und Folgen. Für Patienten und Ärzte besteht dabei ein hoher Informationsbedarf zu ergänzenden und unterstützenden Maßnahmen. Viele Patienten leben ihr Leben mit dem Krebs - gerade deshalb sind ihnen aber Lebensperspektiven, die nicht allein vom Krebs bestimmt werden, wichtig. Dazu gehören soziale Kontakte, Hobbies und vielfach auch das Erleben oder Gestalten von Kultur in ihren vielfältigen Formen. 

Im April 2017 habe ich deshalb meine Stiftung „Perspektiven für Menschen“ gegründet, die zwei große Aufgabenfelder miteinander verbinden will. Auf unserer Webseite finden Sie Informationen aber auch Hinweise auf Veranstaltungen für Patienten, Angehörige aber auch Ärzte und andere Aktive in Gesundheitsberufen. „Perspektiven für Menschen“ ist eine Stiftung für Menschen mit Krebs und ihre Angehörigen, die sich auf die Suche nach den eigenen Möglichkeiten, selber aktiv zu werden, begeben wollen.


Das Kuratorium

Das Kuratorium besteht aus 3 Experten im Bereich der Integrativen Onkologie, die seit vielen Jahren in Onkologischen Zentren als Leitende Ärzte täglich mit Patienten mit einer Krebserkrankung arbeiten:

Prof. Dr. med. Franz Josef Prott leitet die Strahlentherapie in Wiesbaden am St. Josefs Hospital. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft. Den Lebenslauf von Professor Prott finden Sie hier.



Prof. Dr. med. Jens Büntzel leitet die Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in Nordhausen. Er ist einer der beiden Sprecher des Arbeitskreises Spiritualität der Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft.



Prof. Dr. med. Oliver Micke leitet die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am     Franziskus-Hospital Bielefeld. Er ist einer der beiden Sprecher des Arbeitskreises Komplementäre Medizin der Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft.  Den Lebenslauf von Professor Micke finden Sie hier.